25/06/2021

Schulpsycholog*innen sehen dringenden Handlungsbedarf mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit und die psychische Gesundheit von Schüler*innen.

Der Landesverband Schulpsychologie NRW e.V. wendet sich aus aktuellem Anlass erneut mit einem offenen Brief an die Schulministerin Gebauer. Die Schulpsycholog*innen sehen dringenden Handlungsbedarf, die aktuelle Beschulungssituation den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen anzupassen. Es mehren sich verzweifelte Anrufe von Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen und Eltern, die – trotz immer wieder auch beschriebener Verbesserungen der digitalen Möglichkeiten seit dem ersten Lockdown – sich massive Sorgen um die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen machen. Unter den aktuellen Bedingungen des Distanzlernens können viele Schüler*innen ihr Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung nicht wahrnehmen und geraten zunehmend in emotionale Notlagen. Die Schulpsycholog*innen fordern dringend stabile und verlässliche Bindungsangebote und soziale Angebote für Schüler*innen. Präsenzphasen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, die Kontinuität und Sicherheit für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte vermitteln, sind aus Sicht der Schulpsycholog*innen für die psychische Gesundheit der Schüler*innen unverzichtbar.